Warum nicht jedes fachlich passende Projekt auch das richtige Projekt ist

Beitrag vom 28. Mai 2026

5 Minuten Lesezeit

Eine Wanderin hilft einem anderen Wanderer beim Aufstieg auf einen Felsen, im Hintergrund sind Berge, ein See und der Sonnenuntergang zu sehen.

Fachliche Kompetenz ist eine wichtige Voraussetzung für gute Projektarbeit, entscheidet aber nicht allein darüber, ob ein Projekt erfolgreich wird.

Natürlich prüfen wir bei der ANT sehr genau, ob ein Vorhaben zu unserer Spezialisierung passt. Wir arbeiten fokussiert mit Non-Profit-Organisationen an modernen Cloud-Architekturen. Doch manchmal ist die wichtigere Frage nicht, ob wir das fachlich leisten können sondern ob Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben sind. Denn für uns sind digitale Transformationsprojekte keine kurzfristigen Lieferbeziehungen, sie sind langfristige Partnerschaften. Kund:innen investieren Budget, Zeit und Vertrauen und wir investieren Verantwortung, Erfahrung, die Kapazität unserer Teams und unseren guten Ruf. Damit ein Projekt tragfähig wird, braucht es mehr als ein passendes Lastenheft, es braucht Respekt, Offenheit und eine gemeinsame Haltung zur Zusammenarbeit.

Zwei Kolleginnen unterhalten sich in einem modernen Büro; eine sitzt am Laptop, die andere steht daneben und hält ein Tablet.

Unser Anspruch: Projekte sollen erfolgreich sein

Für uns bei der ANT ist es wichtig, dass jedes Projekt, das wir annehmen, eine realistische Chance auf Erfolg hat. Um einen technischen und organisatorischen Erfolg zu erreichen schauen wir vor Projektbeginn natürlich auf Anforderungen, Budget und Zeitplan aber auch darauf, ob eine Organisation bereit ist, die Veränderung wirklich mitzugehen. Denn ein digitales Transformationsprojekt betrifft mehr als nur ein System, es verändert Prozesse, Rollen, Entscheidungen und oftmals die Zusammenarbeit im Alltag.

 Wenn wir den Eindruck haben, dass der Zeitpunkt, die Erwartungen oder die internen Voraussetzungen noch nicht zusammenpassen, kann es verantwortungsvoller sein, ein Projekt nicht anzunehmen. Grund dafür ist, dass ein Projekt nur dann Wert stiften kann, wenn beide Seiten die notwendigen Bedingungen dafür schaffen. Ein Nein ist dann keine Absage an die Organisation, sondern manchmal die ehrlichere Entscheidung für beide Seiten.

Woran gute Zusammenarbeit erkennbar wird

In komplexen Projekten gibt es fast immer Herausforderungen wie z.B. sich verändere Anforderungen, unsaubere Daten, kompliziertere Schnittstellen, verschobene Prioritäten oder eine Verzögerung bei internen Entscheidungen. Solche Herausforderungen gehören dazu. Entscheidend ist, wie beide Seiten damit umgehen: Können Risiken offen angesprochen werden? Gibt es Vertrauen in schwierigen Phasen? Werden Entscheidungen getroffen und intern getragen? Besteht die Bereitschaft, auch die eigenen Prozesse zu hinterfragen? Kritisch wird es, wenn bereits im Auswahlprozess vor allem Druck, Misstrauen oder unrealistische Erwartungen dominieren. Solche Signale nehmen wir ernst, denn sie zeigen oft früh, ob ein Projekt in eine konstruktive Richtung wachsen kann oder dauerhaft im Krisenmodus bleibt.

Ein diverses Team steht im Kreis und legt gemeinsam die Hände aufeinander, als Zeichen für Zusammenhalt und Zusammenarbeit.

Was gute Projektpartner:innen mitbringen

Aus unserer Sicht bringen gute Projektpartner:innen vor allem drei Dinge mit:

  1. Offenheit für neue Perspektiven, denn digitale Projekte verändern oft mehr als nur Systeme. Sie werfen Fragen zu Prozessen, Daten, Rollen und Prioritäten auf. Wer bereit ist, diese Fragen anzunehmen, schafft eine bessere Grundlage für echte Verbesserung.
  2. Entscheidungsfähigkeit und interne Verantwortung. Externe Partner können zwar beraten, begleiten und umsetzen aber zentrale Entscheidungen müssen in der Organisation selbst getroffen und getragen werden. Ohne diese Verantwortung bleibt ein Projekt schnell hängen.
  3. Realistischer Optimismus, auch wenn es anspruchsvoll wird, anstatt naiven Optimismus, der Risiken ausblendet. Die Haltung, dass schwierige Phasen gemeinsam lösbar sind, macht in komplexen Projekten einen großen Unterschied.

Projektauswahl funktioniert in beide Richtungen

In vielen Ausschreibungsprozessen wird vor allem die Dienstleisterseite bewertet. Organisationen müssen prüfen, ob Erfahrung, Methodik und Lösungskompetenz passen. Das ist richtig und wichtig, gleichzeitig verstehen wir Projektauswahl als einen gegenseitigen Prozess. Auch wir müssen einschätzen, ob die Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit vorhanden sind und das nicht als ein Zeichen von Distanz, sondern als Ausdruck von Verantwortung. Unser Grund dafür ist, dass wenn wir ein Projekt annehmen, wir dieses mit voller Überzeugung begleiten möchten. Unser Ziel ist es einen Mehrwert zu schaffen, verlässlich zu arbeiten und gemeinsam mit unseren Kund:innen Ergebnisse zu erreichen, die langfristig tragen. Dafür braucht es einen Rahmen, in dem beide Seiten konstruktiv arbeiten können.

Die ehrlichere Entscheidung

Ein Projekt abzulehnen, obwohl es fachlich machbar wäre, ist nie leicht und doch manchmal die richtige Entscheidung. Wenn Erwartungen nicht zusammenpassen, wenn Vertrauen fehlt oder wenn eine Organisation noch nicht bereit ist, die notwendige Veränderung mitzugehen, steigt das Projektrisiko deutlich. Am Ende ist dann niemandem geholfen: weder der Organisation, noch den Nutzer:innen und auch nicht dem Projektteam. Auf Grund dessen schauen wir bei der ANT auf die fachliche Passung. Wir schauen auch auf die Zusammenarbeit, die dahintersteht. Denn gute Projekte entstehen nicht allein durch Kompetenz. Sie entstehen durch gemeinsame Verantwortung, klare Kommunikation und die Bereitschaft, auch schwierige Phasen partnerschaftlich zu gestalten.

Ihr steht selbst vor einer Software-Auswahl?

Gerne teilen wir unsere Erfahrungen aus Projekten und geben euch eine ehrliche Einschätzung zu eurem Vorgehen.

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